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Neues zur Fremdenverkehrsabgabe und Lärm in St. Peter-Ording

Aktuelle Ereignisberichte unserer "Freizeitredakteure" sowie Presseberichte rund um St. Peter-Ording und das restliche Eiderstedt

Neues zur Fremdenverkehrsabgabe und Lärm in St. Peter-Ording

Beitragvon Herbert am 20.11.2009, 17:35

Husumer Nachrichten vom 19.11.2009 hat geschrieben:Erhöhung fällt niedriger aus
Die Fremdenverkehrsabgabe für St. Peter-Ording soll auf 6,7 statt auf 7,5 Prozent steigen
St. Peter-Ording
Fremdenverkehrs- und Kurabgabe, die neue Gästekarte sowie eine Beschwerde wegen Lärms – mit diesen Themen befassten sich die Mitglieder des Tourismus-Ausschusses in ihrer jüngsten Sitzung. Grünes Licht gab das Gremium für eine verminderte Erhöhung der Fremdenverkehrsabgabe. Mit 6,7 Prozent statt 7,5 fällt sie nicht so hoch aus wie noch im Sommer vorgesehen. Ausschuss und Verwaltung hatten sich darum bemüht, „eine Minderung der Erhöhung“ zu erreichen, wie Tourismus-Direktor Rainer Balsmeier erklärte. Doch da sich die Abgabe zurzeit noch auf 5,2 Prozent beläuft, sei das doch eine Steigerung um 28 Prozent, sagte Godber Kraas (FDP). Die Erhöhung soll ab 1. Januar 2010 gelten. Jetzt muss noch die Gemeindevertretung zustimmen. Auch die Erhöhung der Kurabgabe fand die uneingeschränkte Zustimmung des Ausschusses.

Neue Wege will die Tourismus-Zentrale (TZ) künftig bei der Gästekarte gehen. Jörg Müller aus der EDV-Abteilung der TZ stellte das Projekt vor, das von einer Arbeitsgruppe erarbeitet worden ist. Die neue Gästekarte soll zum 1. Januar 2011 eingeführt werden. Dann werden die Urlauber eine Plastikkarte im Scheckkartenformat erhalten, auf denen Name und Aufenthaltslänge eingetragen sind, so dass beispielsweise an den Strandübergängen die Kontrolle leichter ist. Der Vermieter gibt die Karte aus. Er hat künftig die Wahl, die Daten seiner Gäste online an die TZ zu übermitteln oder, wie bisher, manuell zu erfassen. Der Einsatz von Nadeldruckern soll entfallen. Die Ziele sind, den Nacherfassungsaufwand zu minimieren, die Doppelerfassung zu vermindern, mehr aktuelle Daten zu erhalten, Kundenfreundlichkeit, Erhöhung der Kurbeitragstreue und eine einfache Handhabung für Gäste, Vermieter und TZ.

Die Vermieter sollen am 1. März kommenden Jahres über das neue System informiert werden. Ab 1. Juni geht es in die Testphase. Die Mitarbeiter werden im September, die Vermieter im Oktober/November geschult. Balsmeier betonte, dass es besser sei, „klein anzufangen und uns dann peu á peu weiterzuentwickeln“. „Wir begrüßen die Umstellung und sind froh, dass das Thema überhaupt angefasst worden ist“, erklärte der Ausschuss-Vorsitzende Jan Duggen (CDU).

Beim Thema Lärmbelästigung durch Großveranstaltungen war sich das Gremium einig, dass es sehr wohl Probleme gebe, andererseits die Events wie Kite-Surf-WM wichtige Werbeträger für das Nordseebad seien. „Wir müssen noch besser werden, was den Umgang mit den Veranstaltungen betrifft“, sagte Balsmeier. „Vor allem, mit den Dingen, die drumherum geschehen. Das sind wir den Anliegern, dem Nationalparkamt und uns selbst schuldig.“ Es gebe einige Beschwerden wegen Lärms, aber nicht massenweise. Godber Kraas schlug eine zweigleisige Kampagne vor: „Wir müssen den Vermietern erklären, warum wir die Veranstaltungen machen. Die ziehen junges Publikum an. Wenn wir nicht heute um sie werben, haben wir in 15 Jahren keine Gäste mehr.“ Und zweitens müsse klar gemacht werden, dass man in St. Peter-Ording nicht schlafen und grillen könne, wo man wolle. Das Gremium sprach sich für den Vorschlag von Peter Hansen (SPD) aus: Dem Schreiber des Beschwerdebriefs soll mitgeteilt werden, welche Maßnahmen zum Thema Lärm bereits beschlossen sind.
Gruß Herbert
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Re: Neues zur Fremdenverkehrsabgabe und Lärm in St. Peter-Ording

Beitragvon Grille am 21.11.2009, 19:55

Selbst wenn es eine Steigerung von 5,2 % auf 7,5 % ist.
Wie rechnet die FDP - Herr Kraas - da eine Steigerung von 28 % raus??? :roll:
7,5 minus 5,2 sind bei mir 2,3 und da alles Prozente sind also 2,3 %.
... oder habe ich jetzt zu viele Glühweinprozente???
Grüße sendet Grille
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Re: Neues zur Fremdenverkehrsabgabe und Lärm in St. Peter-Ording

Beitragvon Chrissi am 25.11.2009, 08:57

Ja, die FDP, die .....
wissen manchmal nicht was sie sagen.

Schau SH FDP und Mehrwertsteuersenkung für Hotelbetriebe.
Tschüß Chrissi
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Re: Neues zur Fremdenverkehrsabgabe und Lärm in St. Peter-Ording

Beitragvon Hein24 am 04.12.2009, 21:58

Oh ha, die Landratten können doch tatsächlich nicht mal die Differenz von 6,7 und 5,2 ins Verhältnis zum ursprünglichen Wert, der momentan aktuell ist (5,2) ausrechnen! Tztztz..... Kein Wunder, dass unser Sozialstaat bei der Bildungspolitik den Bach runter geht.
Viele Grüße von Hein24, der noch 1 und 1 zusammenzählen kann.
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Re: Neues zur Fremdenverkehrsabgabe und Lärm in St. Peter-Ording

Beitragvon Alstertaler am 06.12.2009, 00:57

Genau genommen sind es sogar 28,8 %, also fast 29 %. Aber viel mehr interessiert mich die Kurabgabe. Dem Artikel entnehme ich, dass die schon wieder erhöht werden soll. Bei den noch im letzten Sommer geltenden drei Euro sehe ich jedoch keinen Spielraum mehr nach oben!

Hier eine Übersicht der Kurabgaben beliebter schleswig-holsteinischer Seebäder im Sommer 2009:

Fehmarn Südstrand *
1,20

Laboe, Pelzerhaken *, Schönberger Strand
2,00

Hohwacht
2,20

Heiligenhafen, List, Rantum, Scharbeutz, Sierksdorf *,Wenningstedt, Wyk
2,50

Hörnum, Timmendorfer Strand, Travemünde, Wittdün
2,60

Grömitz, Kampen
2,80

Büsum, Dahme *, Kellenhusen *, St. Peter-Ording, Westerland
3,00

Weißenhäuser Strand
3,50

*: erhöhter Satz für Tagesgäste
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Re: Neues zur Fremdenverkehrsabgabe und Lärm in St. Peter-Ording

Beitragvon Herbert am 18.02.2010, 08:03

Habe gehört, dass in SPO neben der Fremdenverkehrsabgabe auch die Kurtaxe erhöht werden soll bzw. dass ein anderes Abrechnungsverfahren eingeführt wird.
Wisst ihr da mehr?
Gruß Herbert
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Re: Neues zur Fremdenverkehrsabgabe und Lärm in St. Peter-Ording

Beitragvon Grille am 24.02.2010, 10:22

Zur Fremdenverkehrsabgabe oder Kurtaxe habe ich nichts Neues gehört.

Die jüngste Sitzung des Finanzausschusses gab auch nichts her:

Quelle: SHZ.de
Ein Loch mit dem anderen stopfen
St. Peter-Ording kann Haushalt nicht mehr ausgleichen
St. Peter-Ording

Über die Finanzen der Gemeinde und der Tourismus-Zentrale (TZ) St. Peter-Ording informierte Bürgermeister Rainer Balsmeier den Finanzausschuss. In der Sitzung ging es um eine erste Übersicht über die Einnahmen und Ausgaben in diesem Jahr. Ein Beschluss dazu musste das Gremium noch nicht fällen. Der steht dann in der Sitzung am 1. März auf der Tagesordnung.

Es gilt ein Loch mit dem anderen zu stopfen. Die Gemeinde hat beschlossen, künftig in jedem Jahr den Verlust der TZ zu übernehmen. 2010 wird der sich voraussichtlich auf 395 000 Euro belaufen. Dank der Übernahme kann die TZ einen ausgeglichenen Wirtschaftsplan vorlegen, der sich in den Erfolgsplan mit 11,38 Millionen Euro in Einnahmen und Ausgaben und in den Vermögensplan mit 1,9 Millionen Euro aufteilt. Ferner hat die Gemeinde in diesem Jahr auch die Verluste der TZ aus den Vorjahren in Höhe von 1,17 Millionen Euro zu tragen. „Ob die alten Verluste der TZ bedarfszuweisungsfähig sind, wird derzeit geklärt“, sagte Balsmeier. Er ging die Einnahmen und Ausgaben der TZ noch einmal durch, die schon im Tourismus-Ausschuss beraten worden waren (wir berichteten). Der soll in seiner Sitzung morgen darüber eine Empfehlung für die Gemeindevertretung fassen.

Doch auch ohne die Verluste der Tourismus-Zentrale kann die Gemeinde ihren Haushalt 2010 nicht aus eigener Kraft finanzieren und ist damit auf Hilfe des Landes, auf Bedarfszuweisung, angewiesen. Und werde dies auch in den kommenden Jahren sein, wie Wilhelm Bahrenfuß (AWG), Vorsitzender des Finanzausschusses, erklärte. Die TZ rausgerechnet fehlen 358 000 Euro, so Amtskämmerer Kurt Kahlke. Unter anderem erhält die Gemeinde deutlich weniger Schlüsselzuweisungen vom Land, nämlich statt 960 700 Euro (2009) nur noch 565 000 Euro sowie 140 000 Euro weniger vom Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer.

Trotz der Misere sind einige Projekte geplant. Ganz frische Zahlen brachte Kahlke zum Ausbau der Böhler Landstraße mit, die noch nicht in dem vorliegenden Haushaltsentwurf eingerechnet waren. Die Gesamtkosten sollen sich demnach auf 3,75 Millionen Euro belaufen. Es wird mit einem Landeszuschuss von 2,17 Millionen Euro gerechnet. Der Anteil der Anlieger werde sich voraussichtlich auf 570 000 Euro belaufen, den Rest trage die Gemeinde (1,01 Millionen Euro). Im Vermögenshaushalt bereits eingestellt sind für die Utholm-Sporthalle 88 000 Euro, für die Umgestaltung Dorfstraße 50 000 Euro sowie für die Umgestaltung der Haltestelle Bahnhof Ording 20 000 Euro. Für die Straßensanierung sind 30 000 Euro vorgesehen. Angesichts der nach dem strengen Winter zu erwartenden Schäden fragte Peter Hansen (SPD) nach, ob das denn reiche. Balsmeier erklärte, dass man erst einmal sehen müsse, wem die beschädigten Straßen gehören, ob Bund, Land, Kreis oder Kommune. „Wir werden die Mittel sicherlich aufstocken müssen.“ Der Ausbau der Badallee schlägt in diesem Jahr mit 100 000 Euro, im kommenden Jahr mit 290 000 Euro zu Buche. Für die Riss-Sanierung im Gemeindedeich vor der Tourismus-Zentrale sind 60 000 Euro eingeplant. Und im Bereich Klärwerk und Abwasserbeseitigung kommen 340 000 Euro auf die Gemeinde zu.
Abschließend gab Balsmeier noch eine Übersicht über die Bedingungen, die eine Gemeinde zwingend erfüllen muss, wenn sie eine Bedarfszuweisung im höchstmöglichen Umfang erhalten will. So müsse eine Gebührensatzung für Hilfeleistungen der Feuerwehr erlassen, Gebühren für die Hallennutzung durch Erwachsenensport erhoben und die Hundesteuer ab 2011 angehoben werden. Ob die Grundsteuern 2011 um 20 Prozent erhöht werden müssen, stehe noch nicht fest.


Auf der Website von St. Peter-Ording wird immer nach auf die alte Kurabgabensatzung (seit 2007 gültig) verwiesen.
http://downloads.st.peter-ording-nordse ... tzung1.pdf
Also sollte es für die Gästekarte keine Änderungen für 2010 geben. Es sollten je nach Aufenthaltszeit also 3,- / 2,- / 1,- € pro Erwachsener und Tage gelten.
Grüße sendet Grille
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Re: Neues zur Fremdenverkehrsabgabe und Lärm in St. Peter-Ording

Beitragvon Alstertaler am 07.06.2010, 19:15

Ja, es ist bei den 3 Euro geblieben. Aber die Parkgebühren sind drastisch erhöht worden. Auf dem Strand kostet es nun 6 Euro. Strandkörbe schlagen mit 8 Euro pro Tag zu Buche.

Da lohnt es sich sehr, als Tagesgast auf den privaten Parkplatz Hungerhamm auszuweichen, der einen Zugang zum kurtaxfreien Strandabschnitt nördlich von Ording bietet. Hier kostet das Parken nur 3,50 und ein Kurbeitrag wird wie gesagt nicht erhoben.

Wir werden jetzt öfter nach Wegen suchen, die Gebühren zu reduzieren bzw. zu umgehen. Nicht, dass wir aufgrund der hohen Gebühren finanziell zu Grunde gehen würden - so oft fahren wir nicht nach SPO! Aber alles ist doch eine Frage der Angemessenheit! Wer diese hohen Parkgebühren zahlt, macht sich am Hochtreiben der Preisspirale mitschuldig.

Besonders ärgerlich finde ich, dass zwar an heißen Sommertagen eine ganze Mannschaft von Kassierern eingesetzt wird, jedoch sich keiner um einen reibungslosen Verkehrsfluss beim Verlassen des Strandparkplatzes am späten Nachmittag kümmert, wie es bespielsweise bei kulturellen und sportlichen Großereignissen üblich ist.
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