Hier der Artikel aus den Husumer Nachrichten:
Husumer Nachrichten vom 30.1.2010 hat geschrieben:Webcam zeigt SOS: Eisrettung am Strand
Frau aus dem Westerwald sah im Internet die Lichtzeichen eines verirrten Mannes
st. peter-ording
Eine Frau, die im Westerwald vor ihrem Computer saß, hat einem Spaziergänger am Strand von St. Peter-Ording (Kreis Nordfriesland) das Leben gerettet. Der Mann hatte sich verirrt und verzweifelt eine Taschenlampe geschwenkt. Das SOS-Signal blieb nicht unbeobachtet.
Wind und Wellen haben am Strand von St. Peter-Ording einen 300 Meter breiten Packeisgürtel aufgetürmt. Ein Fotograf kletterte in dieses Eisschollen-Gebirge, um den Sonnenuntergang abzulichten. Mit Einsetzen der Dämmerung verlor er jedoch die Orientierung und wusste nicht mehr, in welcher Richtung das Land lag.
Jens-Werner Rieper, stellvertretender Leiter der Polizeistation von St. Peter-Ording: „Gegen Abend rief uns eine Frau aus dem Westerwald an und berichtete, dass sie gerade im Internet unterwegs sei und per Webcam unseren Strand betrachtet habe. Dabei sei ihr eine Gestalt aufgefallen, die immer wieder Blinkzeichen mit einer Taschenlampe gebe und gelegentlich hinfalle.“ Ein Streifenwagen fuhr zum Strand und entdeckte den Mann, der noch immer seine Taschenlampe schwenkte. Zu diesem Zeitpunkt war es bereits vollkommen dunkel. „Mein Kollege blinzelte mit dem Fernlicht und half dem Mann so, einen Weg durch das Packeis zu finden,“ schildert Rieper Der ortsfremde Fotograf, etwa 40 Jahre alt, lehnte jede weitere Hilfe ab. Und wer ist die Retterin? Rieper: „Sie hat uns ihren Namen nicht gesagt. Und leider haben wir keine Telefone, die Rufnummern anzeigen.“
Die „Schutzstation Wattenmeer“ warnt vor sorglosen Entdeckungstouren im mit Packeis des Wattenmeers. „Das Nordseewasser ist teilweise nur dünn überfroren, und die Flut bringt scheinbar tragfähige Eisschichten wieder in Bewegung“, erklärte Biologe Rainer Schulz.
Der "ortsfremde Fotograf" soll sich bei der Polizei noch nicht einmal bedankt haben

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